FMY e.V. fördert Yoga im Raum Moenchengladbach
Bildmotiv zum Thema Indien und Yoga!
E-Mail an FMY e.V. Beispielstunden Anmeldung zum Ueben Uebunbsarchiv-Asana Yoga-Fotos-Filme-Texte Shop für Yoga-Artikel Gastbuch Seiten empfehlen Abwaerts
Buchempfehlung Hier einige Buchempfehlungen des FMY e.V.
Zurück ◄
 


Einige der wichtigsten original Quellen indischer "Yoga" Literatur die in unsere Sprache übersetzt wurden benenne ich hier nur mit dem Titel weil sie in verschiedenen Übersetzungen, wie Interpretationen existieren.
 
Die Veden
Der Hinduismus begründet sich in den Veden, d.h. heiliges Wissen, die von den Weisen (rishis) 'erschaut' wurden und die sie dann in Worte fassten. Lange Zeit wurde dieses Wissen nur mündlich überliefert, seine Hüter wurden Brahmanen genannt, im ursprünglichen Sinne eine spirituelle Bezeichnung für einen Wissenden, einen, der im Kontakt mit dem Brahman steht. Erst später wurden diese rituellen und magischen Formeln, Lieder, Opfergebete und Hymnen in Alt-Sanskrit aufgeschrieben.
Im Mittelpunkt stand dabei immer das Opfer, das auf genau vorgeschriebene Art ausgeführt werden musste, um das Wohlwollen der Götter und die universelle Harmonie aufrecht zu erhalten. Die Bedeutung des Opfers erklärt sich schon allein aus der Tatsache, dass die Arier ein nomadisierendes Hirten- und Kriegervolk waren und somit Kulthandlungen in Tempeln, wie wir sie aus dem heutigen Hinduismus kennen, gar nicht möglich waren.
Ebenso waren in dieser Zeit natürlicherweise personifizierte Naturgewalten wie Agni, Surya und Indra von großer Bedeutung. Sinn der Opferhandlungen war es, die Gunst der Götter auf sich zu ziehen, um recht irdische Dinge zu erlangen, wie viele Söhne, Wohlstand etc.. Dem im Sinne des Dharma Lebenden, der alle Regeln seiner Kaste bezüglich Familie, Beruf, Gesellschaft etc. erfüllte, stand nach dem Tode das Land der Väter offen (scheint sowas wie unser Paradies zu sein). Diese Religionsauffassung wird als Religion des Genießens im Gegensatz zu den später entstandenen Upanishaden verstanden, wo der Schwerpunkt auf der Erlösung (moksha) liegt. Die ältesten vedischen Hymnen sollen in die Zeit bis 1500 v.Chr. zurückgehen, während die ältesten Upanishaden ab 750 v.Chr. anzusiedeln sind.
 
Die Upanishaden
'Upanishad' bedeutet Geheimlehre. Hier liegt das Schwergewicht nicht mehr auf der Opferhandlung, sondern auf der Beziehung zwischen Brahman und Atman, d.h. zwischen 'Weltseele' und 'Einzelseele'. Brahman wird auch als kosmische Energie, als das Absolute, nicht mehr in Worten Faßbare beschrieben. Atman ist das wahre Selbst, ein ganz und gar unabhängiger, unwandelbarer, unvergänglicher Wesenszug, der der bewussten, individuellen Persönlichkeit zugrunde liegt. Ziel der indischen Philosophie ist es, dieses Atman zu erkennen, die Einheit von Atman und Brahman zu erleben und somit dem Kreislauf von Tod und Wiedergeburt zu entgehen (siehe unter Hinduismus). Die Upanishaden geben verschiedenartige Antworten auf die Frage: Wie kann man das Brahman, das Atman erkennen? Sie gehen davon aus, dass diese Kraft zur Erkenntnis in jedem verborgen liegt. Ebenso beschäftigen sich die Upanishaden mit Fragen, die erst seit Jahrzehnten in der ach so modernen und wissenschaftlichen Psychologie untersucht werden, wie das Wesen des Traums, des Tiefschlafs, des Wachens, des Todes etc.. Dabei wird klar, dass die Inder schon vor 2000 Jahren Wissen hatten, das von der westlichen Wissenschaft jetzt erst langsam und unzureichend erarbeitet wird, da die Methoden oft der Sache nicht angemessen sind. So sieht es mit der Überlegenheit der westlichen wissenschaftlichen Welt über das arme Asien aus. Wo der Westen Leben, Umwelt besinnungslos vernichtet, ist in Indien immer noch dieses Wissen lebendig und zeigt sich in einer großen Ehrfurcht vor dem Leben. Die Seele, die in jedem Lebewesen steckt, wird geachtet, woraus sich das Prinzip der Gewaltlosigkeit 'ahimsa' (siehe Gandhi) und die Zuwendung zur vegetarischen Ernährung, der sehr viele Hindus anhängen, ergibt.
 
Mahabharata
Das Mahabharata ist das bedeutendste und umfangreichste Epos der Hindus, in dem deren Gedanken anhand der Geschichte der Bharatas, eines indischen Volksstammes, verdeutlicht wurden. Geschichtswissenschaftler gehen davon aus, daß diese Ballade vor ca. 3000 Jahren entstand. Das heute bekannte Mahabharata stammt jedoch aus dem 4. und 5. Jahrhundert v.Chr.. Bharata war ein Herrscher, der durch sein weises und tapferes Handeln den ganzen indischen Subkontinent beherrschte. Die Inder nennen sich oft noch heute die Söhne Bharatas und Indien selbst Bharat oder Bharatavarsha. Kuru, ein Nachkomme Bharatas, war der Stammvater des Königsgeschlechts der Kauravas. Durch Familienzwistigkeiten kam es zum 18-tägigen Bruderkrieg zwischen den Kauravas und den Pandavas, der auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra stattfand und den alten Stamm fast ausrottete. Der wohl bekannteste und schönste Teil des Mahabharata ist die Bhagavad Gita.
 
Bhagavad Gita
Sie beschreibt die Gespräche zwischen Arjuna, einem Pandava, und Gott Krishna, der auf der Seite der Pandavas kämpft. Arjuna möchte dem Bruderkrieg ausweichen, da er keinen Sinn darin sieht, seine Vettern und Onkel zu töten. Krishna fordert ihn zum Kämpfen auf, indem er ihm klarmacht, daß Arjuna als Kshatriya (Krieger) das Gesetz seiner Kaste zu erfüllen hat und es keinen wirklichen Tod gibt, da das Atman (das wahre Ich) unzerstörbar ist. Krishna lehrt Arjuna durch klare Beweisführung die Ergebung in den göttlichen Willen. Er verwirft die Tatenlosigkeit und fordert ihn auf, seine Pflicht zu tun und nicht nach dem Erfolg des Handelns zu fragen. Dieser Weg der selbstlosen Pflichterfüllung und des echten gläubigen, liebenden Vertrauens auf Gott führt zur Erlösung. Die Anhänger Krishnas und viele Hindus leben diesen Bhakti-Yoga-Weg (Hingabe zu Gott) noch heute.
 
Ramayana
Das zweite für Hindus bedeutsame Epos ist das Ramayana. Auch aus ihm leiten die Inder bis heute gültige soziale und sittliche Gesetze ab. Das Ramayana schildert das Leben und die Taten Ramas, der als Inkarnation des Gottes Vishnus betrachtet wird und der in vorbildlicher Weise das Dharma lebt. Rama ist der Sohn des Königs von Ayodhya und soll die Königsnachfolge antreten. Eine Gemahlin seines Vaters möchte jedoch ihren eigenen Sohn auf dem Thron sehen, und für Rama ergibt sich aus dieser Situation als einzige Konsequenz, 14 Jahre durch die Wälder zu ziehen. Seine Gattin Sita und sein Bruder Lakshmana begleiten ihn auf dieser Wanderung. Eines Tages, als Rama und Lakshmana auf der Jagd sind, wird Sita von Ravana, dem Herrscher der Insel Lanka (Sri Lanka) entführt. Die Insel ist die Heimat der Rakshas, fürchterlicher Ungeheuer und Dämonen. Rama und Lakshmana machen sich auf die Suche nach Sita und treffen Hanuman, den Ratgeber des Affenkönigs, der ihnen seine Unterstütung zusagt. Hanuman findet Sita in Lanka und berichtet Rama davon. Mit einer Armee von Affen bauen sie eine Brücke aus Steinen von Indien nach Lanka. Die heutige Adam's Bridge zwischen Indien und Ceylon (siehe Rameswaran) wird als Überbleibsel dieser Bauaktion angesehen. Es kommt zum Kampf mit den Rakshas, Rama besiegt Ravana und befreit Sita. Über das Zusammenkommen zwischen Rama und Sita gibt es mehrere Versionen, da sich für Rama, der ganz im Dharma (Gesetz) lebt, die Frage stellt, wie er mit einer Frau leben kann, die bei einem anderen Mann gelebt hat. Sita verlangt von Lakshmana in dieser Situation, ein Feuer zu entfachen, in das sie steigen will, um ihre Unschuld zu beweisen. Der Feuergott Agni selbst hebt sie aus den Flammen und gibt sie Rama zurück. Rama, Sita und Lakshmana gehen zurück nach Ayodhya, wo sie nach den 14 Jahren sehnsüchtig erwartet werden. Dort wird Rama zum König und Sita zur Königin gekrönt. Rukmini Devi, die Leiterin des Kalakshetra-Theaters, gibt eine sehr gute Erklärung zur Sita-Geschichte, die auch jeden davor bewahren soll, dies nur als nette Geschichte ohne tieferen Sinn anzusehen. Sita steht als Symbol für die Menschheit, die durch das Feuer des Leidens muss, um geläutert und gereinigt sich mit Gott (Rama) zu verbinden. Auch bei den Indern gibt es meiner Meinung nach ein Missverständnis bezüglich der Sita-Geschichte, das sehr zur unterdrückten Situation und dem Leiden der indischen Frauen beiträgt. Die Witwenverbrennung (Sati) wurde durch diese Geschichte legalisiert; inzwischen ist sie gesetzlich verboten (siehe 'Frauen in Indien'). Sita wird den indischen Frauen als das Vorbild der idealen Gattin dargestellt, der es nachzueifern gilt. Übersehen wird dabei, das viele Männer keine Anstrengungen machen, Rama nachzueifern.
 

Patanjalis Yoga Sutras

Die Yoga Sutras von Patanjali. Die klassischen Lehrsprüche des Patanjali - die Grundlage aller Yoga-Systeme.
 
Hatha Yoga Pradipika
Der Hauptunterschied zwischen Hatha-Yoga und Raja-Yoga ist, daß der Hatha-Yoga sich überwiegend am Körper orientiert und Raja-Yoga am Geist. Damit die geistigen Übungen aber auch mühelos gelingen, ist eine gute körperliche Schulung und ein intensiver Reinigungsprozeß erforderlich. Ein Asana ist eine Körperhaltung, die eine bestimmte Auswirkung auf den Körper, Geist oder das Energiefeld hat. Dieses Buch ist für die Yogis gedacht, die sich für die Quellen des Yoga interessieren. Man schätzt die Entstehungszeit der Hatha-Yoga-Pradipika auf 1400 n.Chr.. Sprachlich gesehen entspricht die HYP eher einem technischen Bericht. Dem Verfasser ging es darum, Übungen und deren Auswirkungen zu beschreiben, den Yogi zu motivieren und ihm die Möglichkeiten aufzuzeigen. An einigen Stellen spricht er sogar Warnungen aus. Während Patanjali sich bemühte, möglichst alles knapp und wissenschaftlich zu formulieren (Er kam mit 196 Sutras aus, während die HYP 383 Sutras umfaßt.), finden wir hier bildhafte Vergleiche, Anspielungen, Warnungen, Empfehlungen, Ehrerweisungen und Ratschläge. Es finden sich dort sehr viele Anleitungen zu Asanas.
 
Gheranda-Samhita, Shiva-Samhita
Erst durch tantrischen Einfluss entwickelten sich aus der Sitzhaltung bei Patanjali eine Reihe von Körperstellungen, die diesem zur Gesundung, Reinigung und Vollendung dienen. Der Körper erfuhr in dieser Zeit eine ganz neue Wertschätzung, wurde zum Tempel der Seele, wohingegen er in früherer Zeit als Hindernis auf dem Weg zur Selbstverwirklichung angesehen wurde. Um das zwölfte Jahrhundert entstanden Schriften wie: Gheranda-Samhita, Shiva-Samhita, in denen eine Vielzahl von Asanas beschrieben werden.
 

Darüber hinaus ist sehr viel sekundäre Literatur zum Thema Yoga und Indien erschienen. Leider sind nicht mehr alle der folgenden Bücher auf dem Markt erhältlich.
 

Titel: Das Yoga Übungsbuch
Autor: Erling Petersen
Verlag: Hugendubel Taschenbuch: Heine Verlag
ISBN: 3-88034-347-0
Inhalt Hatha Yoga Übungen, (Gut erklärt wegen hinführender Übungsschritte)
reichhaltig bebildert.
   
Titel: Yoga Tradition und Erfahrung
Autor: T.K.V. Desikachar
Verlag: Verlag: Via Nova
ISBN: 3-928632-00-0
Inhalt: Die Grundlagenpraxis und der überlegt Aufbau der Übungspraxis: Vinjasa krama. Wertvoll zur Selbstgestaltung der eigenen Übungspraxis und als Einführung in die Hintergründe des Yoga.
   
Titel: Der Yogaweg des Patanjali
Autor: Gerard Blitz
Verlag: Via Nova
ISBN: 3-9801787-3-0
Inhalt: Über den Sinn und den praktischen Bezug des Yoga-Übens. Sehr verständlich, in Anlehnung an die Quellentexte Patanjalis geschrieben.
   
Titel: Die Wurzeln des Yoga
Autor Patanjali – kommentiert von P.Y. Deshpande –
Verlag: Otto Wilhelm Barth
ISBN: Keine
Inhalt: Die Yoga-Sutren, aus dem Sanskrit Übertragen. Der Quellentext des
Raja-Yoga. (Ca. Chr. Geburt) Sehr philosophisch geschrieben. Keine leichte
Kost aber grundlegend.
   
Titel: Philosophie und Religion Indiens
Autor Heinrich Zimmer
Verlag: Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft
ISBN: 3-518-27626-3
Inhalt: Die reichhaltige Philosophie Indiens auf interessante Art umschrieben.
Der Nährboden des Yoga im historisch, weltanschaulichen Kontext.
   
Titel: Der Weg des Yoga / Handbuch für Übende und Lehrende
Autor: Via Nova
Verlag: Herausgegeben vom Berufsverband Deutscher Yogalehrer http://www.yoga.de
ISBN: 3-928632-02-7
Inhalt: Der ganze Reichtum der Yogawelt wird in komprimierter form und auf
verständliche Weise dargestellt.

 

 
Design powered and sponsored by: Pixeltempel - Multimedia & Webdesign Login FMY e.V. Intern Haftungsausschluss Impressum nach TDG Interne Suche Linkliste Literatur Wollen Sie unsere Website zu Ihrer Browser Startseite machen? Moechten Sie diese Seite Ihren Favoriten hinzufügen? Aufwaerts