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Katha Upanishad Über die Katha Upanischade ( Absatz 1 von 6 )
 

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Kommentar von T.V. Kapali Sastry 

Die Upanishaden bilden den Abschließenden Teil der Veden, der ältesten Indischen Schriftüberlieferungen. Sie enthalten Zusammenfassungen in komprimierter Form und sind aus diesem Grunde für Anfänger unverständlich.
Hier findet Ihr deshalb einen erläuternden Sekundärtext zur Katha Upanishad. Mehrere der wichtigsten Upanishaden sind bei Diederichs Glebe Reihe erschienen (ISBN 3-424-00575-4).

Wenn man bevor der Körper abfällt, in der Lage gewesen ist (es) hier zu verstehen, dann ist man für die Eingliederung in den Welten (die Seine Schöpfung sind) bereit. (Katha Up. 6.4)
[Um diesem Text folgen zu können, wird eine gewisse Kenntnis der Upanischade vorausgesetzt. R.H.]

1.

"Tagein, tagaus, ziehen Millionen von Wesen zum Wohnsitz Yama's, aber jene, die zurückgelassen werden, wünschen permanent hier zu bleiben, als ob sie Freistellungen wären, die privilegiert sind, ihren Turnus in der Prozession zu umgehen. Kann es ein größeres Wunder geben, als dies?" ruft Yudhischthira im Mahabharata.aus. Aber für Natschiketas von der Katha Upanischade scheint der Tod kein Schrecken, noch Menschen die zu leben und nicht zu sterben wünschen, ein Wunder zu sein. Denn mit Mut und nicht Furcht ist er zur Halle des Todes gegangen, ihn konfrontierend und nicht mit Gleichgültigkeit oder Ekel wählt er das erste Geschenk, sondern mit dem Wunsch zum Leben zurückzukommen. Aber mit oder ohne Schrecken, Natschiketas sieht die andere Seite des Lebens, betritt das Haus vom Tod, lernt die Geheimnisse vom großen Übergang, entdeckt den Rückweg hier zum Leben, mit Yamas Versicherung seiner persönlichen Identität zur Erkennung seines Vaters gesegnet. Und dies ist wirklich das Wunder; denn die Upanischade fängt mit einer Geschichte an die, wenn buchstäblich genommen absurd, unglaublich und nicht mal ein Ammenmärchen ist.

Was ist dann die Geschichte? Was stellt sie unserem Verständnis dar? Was ist der Charakter des Natschiketas-Feuers? Gibt es in den früheren Texten woanders Verweise auf Natschiketas? Was ist die Bedeutung jeder der Gaben, die Yama Natschiketas erweist? Wie ist die letzte, die dritte Gabe gewährt? Mit anderen Worten, ist die Frage über den Tod selbst in klaren Begriffen beantwortet und das Geheimnis aufgedeckt? Wenn ja, wie? Diese und verwandte Fragen, werden wir in diesem unseren Versuch zu einem richtigen Verständnis der Frage, wie auch der Antwort über die Existenz oder Nichtexistenz vom Menschen nach dem Tod erörtern.

Unnötig zu sagen, daß wir auf der Basis fortfahren, daß der Text der Katha Upanischade, wie uns überliefert, von den großen Lehrern neuerer philosophischer Schulen kommentiert, authentisch ist und es für den Zweck unserer Untersuchung von keinem Nutzen ist, den von moderner kritischer Gelehrsamkeit als einen späteren Zusatz zum Originaltext angebotenen Textkritiken Aufmerksamkeit zu schenken, welche den zweiten Teil und vielleicht auch Teile des Ersten, als eine spätere Einfügung zum Orginaltext bestimmen. Es mag vernünftige Gründe geben, um von einem reinen textuellen Standpunkt zu solchen Schlüssen zu kommen. Aber wir dürfen die Tatsache nicht vergessen, daß die Upanischaden selbst, aus der Form der Sprache geschlossen, später als einige der Brahmanas sind, darum aber nicht aufhören authentisch zu sein. Obwohl die Sprache außerdem zu einer etwas späteren Periode, wie auch die Form in denen die Ideen aufgezeigt werden gehören mag, ist die Substanz, der Spirit und die Lehren so alt wie irgendeine der Upanischaden und in der Tat bildet die Geschichte der Katha Upanischade einen Teil des Kathaka Brahmanas, worauf wir noch Anlaß haben werden zurückzukommen.

Vajaschravas gab all seinen Reichtum als Gaben. Er hatte einen Sohn, genannt Natschiketas. Als die Gaben (die Kühe) vorgeführt wurden, ergriff Glaube Besitz vom jungen Manne und er dachte über den armseligen Charakter der Gaben seines Vaters nach. Vorbereitet, selbst als Gabe angeboten zu werden, sprach er, " Vater, wem wirst Du mich geben?" Er wiederholte die Frage dreimal. "Dem Tode werd' ich dich geben", antwortete der Vater.

Dann fing der Junge an zu sagen, "Unter Vielen geh' ich als Erster, unter Vielen geh' ich in der Mitte. Yama scheint etwas vorzuhaben, das er durch mich heute erschaffen will.² Sterbend spricht er mahnend seinen Vater an, daß er sein Wort nicht zurücknehmen soll, denn letzten Endes 'der sterbliche Mensch verdorrt wie die Früchte des Feldes und wie die Früchte des Feldes, wird er wieder geboren'. In der Halle von Yama fastet er drei Nächte und wartet auf dessen Ankunft. Dann erscheint Yama, der Sohn von Vivasvan und gewährt Natschiketas, der drei Nächte in seinem Haus fastete, drei Gaben, da er versäumte den Gast zu ehren und den Gastritus durchzuführen. Denn der Brahmanen-Gast war kein anderer als der Vaischvanara Agni. Natschiketas wählte seine erste Gabe, von der er wünscht, seinen Vater von Ärger und Trauer befreit zu sehen, beruhigt im Gefühl und heiter im Denken und ihn zum Leben zurückkehrend, als denselben Natschiketas erkennend begrüßt. Dies wird mit der Versicherung gewährt, daß Gautama, sein Vater, den Jungen erkennen, von den Klauen des Todes befreit, mit Freuden willkommen heißen und süßen Schlaf haben würde. Als zweite Gabe, wählt er die Kenntnis vom Himmlischen Feuer -- dem Feuer, durch das man zum Himmel geht, wo die Seele jauchzt, nachdem sie Kummer und Hunger überquert hat, wo es Unsterblichkeit und keinen Tod, noch Furcht vor dem Alter gibt. Yama gewährt diese Gabe, denn er legt ihm die Natur des himmlischen Feuers dar, denn er kennt sie. Er beschreibt sie als den Besitz unendlicher Existenz, die Grundlage aller Dinge und das verborgene Ding in der geheimen Höhle unseres Wesens. Er erzählt ihm vom Feuer, vom Anfang der Welt, von dem, welche Bedeutung die Bausteine haben, ihre Anzahl und von der Art ihres Aufbaues. Natschiketas wiederholt was ihm gelehrt worden ist. Der Große Eine, Mahatma, ist mit Natschiketas zufrieden und gibt eine zusätzliche Gabe und sagt, daß das Feuer nach ihm benannt würde und bietet ihm eine Halskette von vielen Figuren an. Jetzt fährt Yama fort: "Der, der die drei Feuer Natschiketas entfacht und sich mit den Dreien vereinigt und die dreifachen Werke vollbringt, überquert Geburt und Tod für immer. Den verehrungswürdigen, allwissenden Gott erkannt zu haben, Brahman-Geboren, Ihn verwirklichend, erlangt man unsagbaren Frieden. Wenn man die drei Natschiketas hat, und kennt das, welches dreifach ist und so wissend das Natschiketas Feuer erblickt, der stößt die Fesseln des Todes von sich und Kummer weit hinter sich lassend, tritt er jauchzend in den Himmel ein." Die dritte Gabe ist interessant, denn sie ist die Frage über den Tod und die Antwort ist noch interessanter, nicht einfach, sondern rätselhafter, wie wir beim Kommen zu diesem Teil der Abhandlung sehen werden. Dies ist die Frage, die dritte Gabe, die Natschiketas wählt. "Es gibt diesen Zweifel, wenn ein Mensch gestorben ist, sagen einige, 'er ist', und einige, 'dies ist er nicht '. Das möchte ich von dir erklärt haben. Das ist die Dritte der Gaben." Yama bittet ihn darum, eine andere Gabe zu wählen, da die Frage über den Tod ein Rätsel ist, sogar die Götter diskutierten dies seit Alters her, das Gesetz davon ist sehr subtil. Aber Natschiketas bleibt beharrlich und weigert sich eine andere Gabe anzunehmen, wiedersteht allen Versuchungen -- Söhne und Enkel, die mit Langlebigkeit gesegnet sind, Pferde und Elefanten, Reichtum, Gold, schöne Frauen, mächtige Länder, glückliches Leben, unsagbare Schätze und von Yama angebotene Freuden aller Art. Er ist befriedigt zu erkennen, daß Natschiketas in seiner Absicht aufrichtig ist und gewandt in Richtung des Pfads von Wissen und Wahrheit, festes Vertrauen hat; seine Wahl des Guten und Rechten und sein Aufgeben des Angenehmen ist definitiv, ein positiver Beweis seiner Kompetenz, das Wissen, die Antwort auf seine Frage zu erhalten. Der Rest der ganzen Upanischade ist eine Darstellung der Antwort des großen Geheimnisses wahrer Unsterblichkeit und den Mitteln seines Erlangens.

Daneben ist es hier unsere Absicht, alle Passagen vom Text darzulegen und zu prüfen und am Inneren der Lehren anzukommen. Unser Ziel ist, die Natur der drei Gaben gesondert zu untersuchen und zu zeigen, daß sie nicht Gaben sind die zufällig gefragt oder lediglich von den Launen des Jungen, während er dem Tod persönlich gegenüberstand, entschiedene Möglichkeiten sind. Normalerweise denken wir gewöhnlich, daß die dritte Gabe die wichtigste ist und behandeln die ersten zwei nicht mit dergleichen Sorgfalt und Aufmerksamkeit die sie verdienen. In der Tat, wenn man die Bedeutung der Ersten und Zweiten verfehlt, kann man sicher sein, die Bedeutung der dritten Gabe zu verfehlen, -- die Frage über den Tod. Zuerst ist die erste Gabe merkwürdig; wenn wir sie richtig verstehen, ist der Weg für das Folgen der restlichen Entwicklung geebnet. Denn niemand wird ernsthaft diesem Teil der Geschichte der Upanischaden, als tatsächlichen Vorfall Wichtigkeit beimessen; nicht daß es nicht möglich ist, daß es einen Vajaschravas gab, der ein Opfer ausführte, worin er allen seinen Besitz gab und vom wiederholten Ersuchen seines Sohns Natschiketas verärgert, als ein Opfer dargebracht zu werden, wütend sagte: 'ich gebe dich dem Tod', und später niedergeschlagen wurde, als der Sohn starb, aber die Geschichte als solches, führt uns nirgendwohin. Die Upanischade beginnt aber nicht ohne einen Grund mit der Geschichte. Es ist notwendig zu beachten, daß der Kathaka Abschnitt des Taittiriya Brahmanas (9,8) die Geschichte über Natschiketas und dann die drei Gaben, die er von Yama bekommt, in einem kurzen Abschnitt erzählt. Außer daß die Upanischade sie mit spezieller Betonung auf den Charakter der letzten Gnade näher erläutert, ist die Substanz der Frage über den Tod des Menschen und die Antwort, die das Unsterbliche betrifft, im Brahmana zu finden und in einem gewissen Maße, auch die eigensten Äußerungen. Und wir wissen, daß die Geschichten im Brahmana mit dem Zweck erzählt werden, den Menschen dazu aufzufordern oder davon Abstand zu nehmen, eine besondere Handlung zu begehen. Solche Texte werden deklamatorische Texte, arhavada, in der Sprache vom Mimamsakas genannt; sie können fiktive oder historische Vorfälle sein, haben aber einen Wert im Schema der Brahmanas. Wenn wir die Episode von Natschiketas mit diesem Hintergrund studieren, fesselt die Bedeutung unsere Aufmerksamkeit. Was ist genau der innere Sinn, die Wahrheit, der Wert, auf den die Geschichte hinaus will? In unserem Versuch die Antwort zu finden, müssen wir uns im Geist die allgemeinen Prinzipien vor Augen führen, die unsere Annäherungweise zu diesen Studien der Upanischaden beherrschen, besonders wenn sie, teilweise oder völlig, einen Teil der Brahmanas bilden. Denn wenn die Brahmanas das Äußere der Vedischen Religion, des Vedischen Ritus und der Vedischen Verehrung darlegen, stellen die Upanischaden einige Phasen der inneren Bedeutung, des Kerns, des spirituellen und okkulten Wissens, der Sadhanas oder der praktischen Mittel dar, das Innenleben zu entwickeln, - was Ausdruck in den Hymnen der Vedischen Mystiker verliehen ist. Hier ist es am richtigen Platz, dem Leser eine Passage vom mystischen Feuer zu überreichen, was Schri Aurobindo in seinem Vorwort zu den Hymnen zum mystischen Feuer sagt. "Sie (die Vedischen Rischis) entdeckten Geheimnisse und Kräfte der Natur, die nicht jene der physischen Welt waren, die aber okkulte Beherrschung über physische Dingen bringen konnten und das okkulte Wissen und die okkulte Kraft zu systematisieren, war auch eine ihrer Hauptbeschäftigungen ... aber dies alles konnte nur sicher durch eine schwierige und sorgfältige Ausbildung, Disziplin und Läuterung der Natur getan werden; es konnte nicht vom gewöhnlichen Menschen getan werden."

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© Übersetzt und publiziert von Rolf Helmecke.
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