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Advaita Vedanta Die Philosophie des Advaita Vedanta (2 von 3 Seiten)

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Über das Absolute

...Lassen wir die Feinheiten beiseite und versuchen wir, logisch und mit gesundem Menschenverstand das Problem zu betrachten, wie das Absolute zum Relativen geworden ist, dann werden wir die Sache von einer anderen Seite sehen. Nehmen wir an, wir wüßten die Antwort, würde dann das Absolute das Absolute bleiben? Es wäre zum Relativen geworden. Was verstehen wir denn unter Wissen in unserer gewöhnlichen Vorstellung? Was innerhalb des Bereiches unseres Verstandes liegt, wissen wir; und was jenseits dieses Bereiches liegt, nennen wir nicht Wissen. Wenn das Absolute von unserem Verstande begriffen werden kann, dann ist es von ihm begrenzt und nicht mehr das Absolute; es wäre endlich geworden. Alles was innerhalb der Grenzen unseres Verstandes liegt, wird endlich („definiert“ - lateinisch „finis“ = „die Grenze“, „die Begrenzung“). Deshalb, „das Absolute zu kennen“, wäre wiederum ein Widerspruch in sich. Darum konnte diese Frage niemals beantwortet werden; denn würde sie beantwortet, dann gäbe es kein Absolutes mehr. Ein Gott, den man kennt, ist nicht mehr Gott. Er ist endlich geworden wie einer von uns. Man kann Ihn nicht kennen. Er ist stets der Eine, Ewig-Unbekannte.

Advaita sagt, daß Gott mehr sei als erkennbar. Dies ist eine grandiose Tatsache. Man muß sich nicht mit dem Gedanken abfinden, man könne Gott nicht kennen im Sinne der Agnostiker. Zum Beispiel, hier ist ein Gegenstand; er ist uns als Stuhl bekannt. Was jedoch jenseits des Äthers ist und ob dort Leute wohnen, ist uns unbekannt. In diesem Sinne kann Gott weder bekannt noch unbekannt sein. Er ist etwas viel Höheres als bekannt; das ist gemeint, wenn man sagt, Gott sei unbekannt und unerkennbar- Der Ausdruck ist nicht in dem Sinne gebraucht, in dem man etwa von einer Sache sagen mag, man kenne sie nicht und könne sie nicht kennen. Man kann Gott viel mehr als nur kennen. Diesen Stuhl kennen wir als solchen; aber mit Gott ist es etwas, das viel intensiver ist als kennen, denn nur in Ihm und durch Ihn erkennen wir den Stuhl als Stuhl. Er ist der Zeuge, der Ewige Zeuge aller Kenntnis. Was immer wir kennen, müssen wir in Ihm und durch Ihn kennen. Er ist der Wesenskern unseres eigenen Selbst; Er ist das Wesen unseres Ich, das wahre Ich, und wir können nichts kennen und wissen als durch dieses Ich und in diesem Ich.

Deshalb kennen wir alles in und durch Brahman. Um einen Stuhl zu erkennen, hat man ihn in und durch Gott zu erkennen. So ist uns Gott unendlich viel näher als der Stuhl, aber Er ist unendlich viel erhabener. Weder bekannt noch unbekannt, sondern etwas, das unendlich viel höher ist als beides. Er ist unser Selbst. „Wer würde eine Sekunde leben, wer eine Sekunde atmen in diesem Weltal, wenn es nicht das gesegnete Eine erfüllte?“ Weil wir in Ihm und durch Ihn atmen, sind wir in Ihm und durch Ihn. Nicht, daß Er irgendwo stünde und unser Blut kreisen ließe. Nein, Er ist das Wesen von allem diesen, Er ist die Seele unserer Seele. Man kann unmöglich sagen, man kenne Ihn, das hieße Ihn erniedrigen. Man kann nicht aus sich selbst heraus, deshalb kann man Ihn nicht kennen. Kenntnis ist vergegenständlichen - man vergegenständlicht zum Beispiel viele Dinge im Gedächtnis und verlegt sie von sich nach außen. Alle Erinnerung, alles was der Mensch gesehen hat und was er weiß, bleibt ihm erhalten. Die Bilder, die Eindrücke all dieser Dinge haben sich ihm eingeprägt, und wenn er den Versuch macht, an sie zu denken, sie zu wissen, so würde der erste Akt des Wissens der sein, sie nach außen zu verlegen. Mit Gott kann man das nicht tun, denn Er ist der Wesenskern unserer Seele; man kann Ihn nicht nach außen verlegen. Hier ist eine der tiefsten Stellen des Vedanta: „Er, der das Wesen deiner Seele ist; Er ist die Wahrheit; Er ist das Selbst; und Das, o Shvetaketu, DAS bist du!“ („TAT Twam asi“) Das ist gemeint mit: „Du bist Gott“. Man kann Ihn nicht anders beschreiben. Alle Versuche der Sprache, Ihn zu benennen,Vater, oder Bruder, oder unser lieber Freund, sind Versuche, Gott zum Objekt zu machen; man kann Ihn nicht zum Objekt machen. Er ist das Ewige Subjekt aller Dinge. Wie wir das Subjekt eines Stuhles sind, den wir sehen, so ist Gott das Ewige Subjekt unserer Seele. Wie kann man Ihn zum Objekt machen, Ihn, das Wesen unserer Seele, die Wirklichkeit in allen Dingen?

Wir wiederholen es noch einmal.- Gott ist weder bekannt, noch unbekannt, sondern etwas viel Höheres. Er ist eins mit uns, und das, was eins mit uns ist, kann weder bekannt, noch unbekannt sein, weil es unser eigenes Selbst ist. Man kann sein eigenes Selbst nicht kennen, man kann es nicht aus sich herausstellen und zu einem Objekt der Anschauung machen, weil wir es sind und uns nicht davon absondern, trennen können. Aber man kann auch nicht sagen, daß wir es nicht kennen, denn was kennen wir besser als unser eigenes Selbst, das Zentrum all unserer Kenntnis? In genau dem gleichen Sinne ist Gott weder bekannt, noch unbekannt, sondern unendlich viel mehr als beides: Er ist unser wahres Selbst.

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