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Mediation Kleine Einführung in die Meditationstechniken der Yoga-Lehre ( - 5 von 6 - )

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Hinsichtlich der Meditationsobjekte unterscheiden sich verschiedene Schulen:

Meditationsobjekt im Raja-Yoga:
Mantras hauptsächlich -- OM -- oder innere Klänge

Meditationsobjekte in tantrischen Yoga-Formen:
Yantras (innere u. äußere Bilder), Mantras die sich auf bestimmte Götter/ innen beziehen (Bhakti-Yoga), Sinnesreize, usw.. Zu den Tantrischen Yoga-Formen zählt auch Hatha- bzw. Kundalini- Yoga.

Nach dem Beherrschen der Dharana-Stufe ergibt sich in fließendem Übergang Dhyana. Während Dharana noch mit einer bewussten Lenkung der normalerweise freien Assoziationen verglichen werden kann, gibt es für Dhyana z.Zt. keine sinnvolle psychologische Umschreibung.

sriyantra

Durch die Betrachtung des Meditationsobjektes entfaltet sich jenseits der Zweckkategorien unseres Denkens ein eigenes Wesensgefühl, so dass das erkennende Subjekt mehr und mehr zum bloßen Zuschauer wird. Die Bewusstheit verfeinert sich zunehmend und das Bewusstsein schwingt schließlich inhaltsfrei. Der Körper ist vollkommen spannungsfrei, und die Gefühle kommen zur Ruhe. In vielen Yogatexten werden die Anleitungen und Wirkungen zu Dhyana in blumenreichen Ausmalungen umschrieben.

In Samadhi brechen dann offenbar Zusammenhangswahrnehmungen, Ganzheitserlebnisse durch, die nicht konkret verbalisiert werden können, sondern nur bildhaft oder gleichnishaft beschrieben und religiös interpretiert wurden. Über die psychische Eigenart von Samadhi gibt es erhebliche Meinungsverschiedenheiten, die sich am besten in den verschiedenen Übersetzungen repräsentieren; z.B. Enstase, Einfaltung, Trance, Überbewusstsein, usw..

Entstressungssymptome

Durch den Meditationsprozess werden unbewältigte Konflikte aufgelöst und alte Verkrampfungen beseitigt. Als Zeichen der Lösung von Stress können viele Symptome auftreten, von denen hier einige genannt werden:

Schwitzen, Zucken oder Zittern der Muskeln, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Jucken der Haut, Nervosität und Gereiztheit, Angst, Traurigkeit, Einsamkeitsgefühle, Wut, Depressionsvorstellungen.

Bei den meisten Menschen kommen diese Folgeerscheinungen nur selten vor, und werden von den positiven Gefühlen der Ruhe und Entspannung in der Meditation überwogen.

Kontraindikationen

In diesem Zusammenhang sei jedoch auch darauf verwiesen das " wilde, grenzenlose Meditation" negative Folgen haben kann. Sie können aus dem Freiwerden unbewussten Materials resultieren von dem das Ich unvorbereitet und plötzlich überschwemmt wird. Die zu massive Konfrontation mit unbewussten Erlebnisinhalten kann zur Desintegration der Persönlichkeit führen, die eine aufbrechende Psychose nach sich ziehen kann. Deshalb ist ein zuviel an Meditation auf jeden Fall zu vermeiden.

Wenn eine tägliche Meditationsdauer von zwei mal 20 Minuten täglich nicht Überschritten wird, ist es allerdings sehr unwahrscheinlich, dass derartige Fehlentwicklungen auftreten. Wer dem zusätzlich vorbeugen will, sollte regelmäßig mit einer dafür geeigneten Person über die Meditation und evtl. Persönlichkeitsveränderungen sprechen. Gegebenenfalls ist die Meditationsdauer zu verkürzen oder einen, erfahrenen Yogalehrer aufzusuchen.

Psychologische Aspekte der Meditation

Für die psychotherapeutische Desensitivierung, d.h. die Reduzierung der Empfindlichkeit für Angsterzeugende Stimuli, ist die Entspannung als somatische Voraussetzung postuliert worden. Somatische Angstreaktionen, die sich u.a. in diffus gesteigertem Muskeltonus äußert, werden durch Relaxation unterdrückt, was eine spannungsfreie Gewöhnung an den Stimulus ermöglicht. Meditation ist als Zustand anzusehen, der sich zu Stressreaktionen antagonistisch verhält.

Technisch gesehen vollzieht sich während der Meditation ein dauernder Wechsel zwischen Entspannungsvertiefung und Desensitivierung. Ist eine bestimmte Entspannungstiefe erreicht, kann neues Material aus dem Unterbewussten aufsteigen und desensitivierend bearbeitet werden.

Damit setzt die Meditation als Methode zur Veränderung individueller und sozialer Problembewältigung an einem der zentralsten Orte der menschlichen Existenz an. Die Wirkungen der Meditation sind unspezifisch und können auf den unterschiedlichsten Ebenen wahrnehmbar werden. Auf der Ebene des Körpers, der Emotionen, der intrapersonellen Kommunikation, der Kommunikation mit anderen Menschen, der intellektuellen Leistungen wie auch der künstlerischen Inspiration usw., können sich positive Veränderungen ergeben, wenn man sich langsam von altem Stress befreit.

Da die "Transzendentale Meditation" (modifizierte, amerikanisierte Meditationsform) in Europa und Amerika am weitesten verbreitet ist und so entsprechend viele Versuchspersonen existieren, um diese Meditationsart klinisch zu untersuchen, beziehen sich die, meisten psychologischen Untersuchungen auf diese Technik, die aber der zuvor geschilderten Meditationsmethode des Raja-Yoga (Dhyana) ähnlich ist. Die hier folgend aufgeführten Untersuchungsergebnisse entstammen dem "TM Bock" von Denise Denniston und Peter Mc Williams.

1. Meditierende weisen über die zeit von einem Jahr einen größeren Intelligenzzuwachs auf als Nichtmeditierende. Dabei ist der Zuwachs bei regelmäßiger Meditation sehr viel größer als bei unregelmäßiger. Intelligenz wurde in diesem Zusammenhang durch verschiedene psychologische Intelligenztests gemessen.

2. Meditierende, hier mit einer durchschnittlichen Praxis von 28 Monaten, sind Nichtmeditierenden in Erinnerungstests überlegen. Dies kann als Verbesserung der Lernfähigkeit interpretiert werden.

3. Die Fähigkeit zur Lösung arithmetischer Probleme verbessert sich durch Meditation. Dabei ist die Verbesserung größer als bei einer Kontrollgruppe, die zweimal täglich eine Entspannungsübung durchführte.

4. Durch Meditation verbessert sich die akademische Leistung von Studenten.

5. Meditierende Angestellte schätzen ihre Beziehung zu den Mitarbeitern positiver ein als Nichtmeditierende.

6. Meditierende weisen bessere Leistungen in motorischen Geschicklichkeitstests auf als Nichtmeditierende.

7. Bei einer Versuchsgruppe von Personen die ein, Jahr, meditierten, sank ihr Bluthochdruck.

8. Meditierende erhöhen ihre innere Kontrolle stärker als Nichtmeditierende. Die Verringerung von Angst ist ebenso größer.

9. Eine weitere Untersuchung bestätigt die Verringerung von Angst bei Meditierenden verglichen mit einer Kontrollgruppe Nichtmeditierender. Dabei nimmt das Angstniveau der Meditierenden mit weiterer Praxis ab.

10. Schlaflosigkeit verringert sich durch Meditation. Die mittlere Minutenzahl bis zum Eintritt des Schlafes verringert sich bei der Experimentalgruppe Über dreißig Tage von ca. 80 Min. auf ca. 15 Minuten.

11. Durch Meditation verbesserte sich die Feldunabhängikeit der Wahrnehmung, d.h. störende Reize beeinflussen bei Wahrnehmung eines Objektes in geringerem Maße. Das Maß für Feldabhängikeit ist ein gutes maß für die Güte der neurologischen Organisation.

12. Nach eineinhalb Monaten Meditation zeigten die Meditierenden bessere Werte für das Ausmaß der Selbstaktualisierung.

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