FMY e.V. fördert Yoga im Raum Moenchengladbach
Bildmotiv zum Thema Indien und Yoga!
E-Mail an FMY e.V. Beispielstunden Anmeldung zum Ueben Uebunbsarchiv-Asana Yoga-Fotos-Filme-Texte Shop für Yoga-Artikel Gastbuch Seiten empfehlen Abwaerts
Mediation Kleine Einführung in die Meditationstechniken der Yoga-Lehre ( - 6 von 6 - )

Zurück ◄

Yoga heute
Chakras & Energie
Hand - Mudras
Hatha Yoga
Yoga Pradipika
Urklang & Yoga
Tinnitus
Meditation
Mantra
Katha Upanishad
Bhagavad Gita
Yoga Sutras
Astanga Yoga
Advaita Vedanta
Gedichte

 
13. In den wichtigsten Dimensionen von Selbstverwirklichung oder Selbstaktualisierung zeigen sich schon nach zweimonatiger Meditation starke Verbesserungen. Die Selbstaktualisierung wurde hier nach dem POI (Personal Orientation Inventory) von Shostrom gemessen, der besonders Kategorien der Selbstverwirklichung erfasst.

14. Drogenmissbrauch wird durch Meditation drastisch reduziert. Die hier zitierte Untersuchung von Herbert Benson und Robert Keith Wallace erregte wegen ihrer Ergebnisse großes Aufsehen. 1862 Versuchspersonen meditierten im Durchschnitt 20 Monate, wobei der Prozentsatz der Versuchspersonen, die Drogen nahmen, drastisch geringer wurde.

15. Ebenso Verringerte sich Alkohol- und Zigarettenmissbrauch durch Meditation.

16. Eine besonders für Psychotherapeuten und andere Personen in sozialen Berufen interessante Arbeit zeigte, dass Meditation das Einfühlungsvermögen in andere Menschen verbessert. Hier war als Methode die Zen-meditation benutzt worden.

Die funktionelle Spezialisierung der Großhirnhemisphären

Ähnlich wie der Mensch mit seinem zweckperspektivischen Handeln der natürlichen Umwelt nicht gerecht wird, ergeht es auch seiner Naturbedingten Innenwelt. Schon sehr früh geschieht mit dem Individualisierungsprozess eine Spezialisierung auf jene Fähigkeiten, die durch das kulturelle Umfeld begünstigt werden. Das Resultat der Identifikation mit Spezialisierungsformen, ist das in den Hintergrund treten aller Aspekte menschlichen Seins die nicht Teil, eines Zwecks sind.

Neurophysiologische Forschungen und Testreihen zur Funktion des Großhirns beweisen dessen Teilung in zwei Funktionsbereiche, eine linke und eine rechte Hemisphäre.

Die linke Hemisphäre reagiert auf alle sprachlichen und logisch-analytischen Fragen und veranlasst den Menschen zum lesen, Schreiben und Zählen. Sie entspricht der rechten Blickhälfte, der rechten Körpersensibilität und den rechtsseitigen Muskelkontraktionen. In ihr sind alle semantischen, phonetischen~ grammatischen und syntaktischen Funktionen repräsentiert. Sie produziert zeitlich geordnetes und folgerichtiges Verhalten und ist offenbar für verbal-analytische Funktionen und Kommunikation zuständig.

Die rechte Hemisphäre ist reaktiv im ganzheitlichen (holistischen) Erfassen des sensorischen Eingangs und steuert die vorwiegend unwillkürlichen Bewegungen sowie komplette Verhaltensabläufe. Sie ermöglicht eine sofortige und im Zusammenhang passende Erkennung komplexer Muster, Strukturen und Konfigurationen. In ihr findet die Gestaltergänzung von Wahrnehmungsfragmenten statt. In ihr spielt sich das Traumerleben und das Denken in Bildern ab. Zusammenfassend kann die Funktion der rechten Hemisphäre als holistisch- synthetisch, zeitlos und konstruktiv bezeichnet werden.

Die Welt wird also vom Menschen auf zwei Weisen erlebt, die sich zwar gegenseitig ergänzen", aber nicht ineinander übersetzbar sind. In der ontogenetischen Entwicklungsphase des menschlichen Gehirns zwischen dem 2. bis 4. Lebensjahr entsteht durch Konditionierung im verbal- analytischen Bereich eine Dominanz der linken Hemisphäre, die als Grundlage zur Bewältigung der komplexen, sozialen Interaktionsprobleme dient. Die linkshemisphärischen Kategorien dominieren schon bei der Wahrnehmung. (Durch Efferenz, d.h. man ist darauf gefasst, etwas Bestimmtes zu sehen.) Die Sicht aufs Ganze ist so durch eine kategorisierende Wahrnehmung beschränkt und das Bewusstsein innerhalb der linken Hemisphäre automatisiert.

Während der Meditation tritt das folgerichtige, logische Denken der linken Hemisphäre zugunsten einer Gesamtharmonisierung der Hirnfunktionen in den Hintergrund. Aus der ökologischen Perspektive betrachtet erscheint diese integrativere, ganzheitliche Denkweise als Basis für eine naturintegrativere Existenzweise.

Zusammenfassen lässt sich also sagen, dass Meditation eine geeignete Methode der Zeitlich befristeten Aufgabe des linkshemisphärischen, kognitiven Modus mit einer nachfolgenden besseren Ausgewogenheit zwischen verbal- analytischer und holistischer, geistiger Tätigkeit ist.

Samadhi, Satori oder ähnliche Erleuchtungszustände könnten das Ergebnis einer Umschaltung auf rechtshemisphärische Dominanz sein. Für die rechtshemisphärische Dominanz gibt es kein psychologisches Modell, weil die rechte Hemisphäre nicht über eine dem holistischen Erkennen adäquate Sprache verfügt, die Ergebnisse sind nicht adäquat mitteilbar.

Obwohl Worte nur Erfindung des menschlichen Geistes sind und dazu dienen die Welt zu beschreiben, sollen sie hier ermöglichen, das verbale Realitätsmonopol zu durchbrechen, da das Thema "Meditation" weit über die Sprachwelt hinaus bemüht ist Bewusstsein ganz zu umfassen.

Ende

Literatur Empfehlungen zum Thema Meditation:

Swami Vivekananda, Raja-Yoga, Bauer Verlag 1988
Swami Narayanananda, "Das Geheimnis der Geisteskontrolle", Narayana Verlag 1984
Dietrich Ebert,`Physiologische Aspekte des Yoga", Gustav Fischer Verlag 1986
Patricia Carrington, "Das große Buch der Meditation", Scherz Verlag 1986
Stanislav u. Christina Grof, "Spirituelle Kriesen", Kösel Verlag 1990
Johari, "Das Große Chakra Buch", Hermann Bauer Verlag 1987

 
 
Design powered and sponsored by: Pixeltempel - Multimedia & Webdesign Login FMY e.V. Intern Haftungsausschluss Impressum nach TDG Interne Suche Linkliste Literatur Wollen Sie unsere Website zu Ihrer Browser Startseite machen? Moechten Sie diese Seite Ihren Favoriten hinzufügen? Aufwaerts