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Yoga Sutras DIE YOGA-SÛTRAS DES PATAÑJALI ( Seite 1 von 3 )

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Teil I Über die Versenkung: Samadhi Pada    

A Die Disziplin des Yoga

1 Nun (folgt) die Disziplin des Yoga.
2 Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen (citta-vritti-nirodha).
3 Dann ruht der Sehende in seiner Wesensidentität.
4 Alle anderen inneren Zustände sind bestimmt durch die Identifizierung mit den seelisch-geistigen Vorgängen.

B Die fünffachen seelisch-geistigen Vorgänge
5
Es gibt fünferlei seelisch-geistige Vorgänge, (und sie sind entweder) leidvoll oder leidlos.
6 (Und zwar die folgenden:) Gültiges Wissen, Irrtum, Vorstellung, Schlafbewusstsein und Erinnerung.
7 Das gültige Wissen besteht aus direkter Wahrnehmung, Schlussfolgerung und Überlieferung (das ist Erkenntnis, die auf der Autorität heiliger Schriften beruht).
8 Irrtum ist ein verkehrte Erkenntnis, die sich auf etwas gründet, was dem Wesen der Sache nicht entspricht.
9 Vorstellung (vikalpa) ist eine Erkenntnis, die bloß auf Worten beruht, die bar jeder Wirklichkeit sind.
10 Der Schlaf ist ein Bewußtseinszustand (vritti), in dem der Gegenstand der Wahrnehmung abwesend ist.
11 Die Erinnerung ist das Nicht-Abhandenkommen von (früher) erfahrenen (Sinnes)Gegenständen.

C Der Weg zu Vritti-Nirodha
12
Das Zur-Ruhe-Kommen der seelisch-geistigen Vorgänge erlangt man durch Übung und Loslösung
13 Die intensive Bemühung um diesen Ruhezustand ist die Übung.
14 Wenn diese Übung eine lange Zeit ununterbrochen und mit einer Haltung der Hingabe vollzogen wird, bereitet sie eine feste Grundlage.
15 Das Nicht-Begehren nach allen gesehenen und gehörten Gegenständen ist die Loslösung, die auch Selbstbeherrschung (vashikara) genannt wird.
16 Das Nicht-Begehren nach den Grundelementen (der Erscheinungswelt), das zu der Schau des ursprünglichen Menschen (purusha) führt, ist die höchste Form der Loslösung.

D Auf dem Weg zur Versenkung (Samadhi)
17
Wenn (das Zur-Ruhe-Kommen [vritti-nirodha]) mit Hilfe von logischem Denken, prüfender Überlegung, Seligkeit oder Ichbewußtsein erlangt wird, führt es zu (verschiedenen Arten) der Versenkung (samadhi), die mit Erkenntnis verbunden ist (samprajnata).
18 Eine andere Art (von Versenkung [samadhi]) entsteht als Ergebnis der Übung, die zur Erfahrung des Stillstandes führt, wobei nur ein Rest der vergangen psychischen Eindrücke bleibt.
19 Der Zustand der körperlosen Wesen, die sich in der Urnatur auflösen, ist (eine Art von samadhi, der) auf der Erfahrung des Daseins beruht.
20 Die anderen (verkörperten) Wesen erreichen eine Art von Versenkung (samadhi) durch Glauben, Mut, Erinnerung, Sammlung und Weisheit.
21 Den intensiv Strebenden ist (die Versenkung) nahe.
22 Aufgrund einer schwachen, mittleren oder höchsten Intensität ergeben sich Unterschiede (in der Versenkung).

E Der Weg der Hingabe an Gott
23
Oder durch Hingabe an Gott (kommen die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe).
24 Gott ist ein besonderes Geistwesen (purusha), unberührt von leidvoller Spannung (klesa), (daraus geborener) Handlung, (aus der Handlung geborenem) Ergebnis (der Handlung) und der Ansammlung (der Ergebnisse der Handlungen im Unterbewusstsein), (was alles die bedingte Psyche ausmacht).
25 In Ihm ist der unübertroffene Keim der Allwissenheit.
26 Er allein ist der Meister der früheren (Meister), weil er nicht durch die Zeit begrenzt ist.
27 Der ihn offenbarende Name ist OM.
28 Das stete, aufmerksame Murmeln dieses OM-Lautes (japa) ist die (innere) Vergegenwärtigung seines Sinnes.
29 Dadurch erlangt man eine Verinnerlichung, und die Hindernisse (auf dem Weg zu samadhi) lösen sich auf.

F Hindernisse auf dem Weg
30
Krankheit, Starrheit, Zweifel, Nachlässigkeit, Faulheit, Gier, falsche Anschauung, das Nicht-Erreichen des Grundes (des Yoga), das Nicht-Ausharren, wenn man ihn einmal berührt hat – diese sind die Zerstreuungen (des Geistes), die Hindernisse (auf dem Yogaweg) sind.
31 Leiden, Gemütsstörung (Depression wegen der Nichterfüllung von Wünschen), Körperschwäche, unnatürliches Ein- und Ausatmen sind die Begleiterscheinungen eines zerstreuten Geistes.
32 Um diese Hindernisse zu beseitigen, (soll man) die Konzentration auf die Einheit üben.
33 Die Verwirklichung von Liebe, Mitleid, Heiterkeit und Gleichmut in bezug auf Freude und Leid, Gutes und Böses (führt zur) Abgeklärtheit des Geistes.

G Die alternativen Wege
34
Oder (Meditation mit Hilfe) des Ausstoßens und Anhaltens des Atems (führt zur Ruhe des Geistes).
35 Oder (Meditation über) das Entstehen einer intensiven Beschäftigung in bezug auf einen Gegenstand führt zur Festigkeit des Geistes.
36 Oder (Meditation über) einen Zustand der Leidlosigkeit, der die Eigenschaft der Erleuchtung hat (führt zur Festigung des Geistes).
37 Oder (Meditation über) einen Geisteszustand, der frei ist von der Begierde nach den Sinnesgegenständen (führt zur Festigung des Geistes).
38 Oder (Meditation über) die Erfahrung, die im Traum oder im Schlaf gewonnen wurde (führt zur Festigung des Geistes).
39 Oder durch Meditation über einen geliebten Gegenstand (erlangt man die Ruhe des Geistes).

H Von der Festigkeit zur Transparenz
40
Die Beherrschung des (gefestigten Geistes) reicht vom kleinsten Atom bis zur höchsten Größe (des Himmels).
41 Wenn die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe gekommen sind, wird der Geist (transparent) wie ein Kristall, (der die Beziehung von) Erkenner, Erkennen und Erkanntem widerspiegelt. Diese Einheit und dieses Durchdringen wird samapatti (betrachtende Vereinigung) genannt.
42 Wenn diese Betrachtung (samapatti) eine Mischung der Vorstellungen von Wort, Sinn und Erkenntnis enthält, ist sie eine mit dem Denken verbundene Meditation (savitarka).
43 Wenn (der Geist) von Eindrücken der Erinnerung völlig gereinigt ist, wird er wie entleert von seiner eigenen Form, und es leuchtet nur die Wirklichkeit allein. Diese Betrachtung wird eine vom Denken freie (nirvitarka) genannt.
44 Damit ist auch die Unterscheidung zwischen der mit Erwägung verbundenen (savicara) und der von Erwägung freien Betrachtung erklärt sowie deren feine Gegenstände.
45 Die Feinheit der Gegenstände führt zu einem Zustand ohne charakteristische Merkmale (an denen sie unterschieden werden können).
46 Diese (vier Arten der Betrachtung) werden als "keimhafte Versenkung" (sabija-samadhi) bezeichnet. Erfahrung in dem Zustand der von der Erwägung freien Betrachtung führt zur inneren Abgeklärtheit.

I Vom keimhaften zum keimlosen Samadhi
47
Erfahrung in dem Zustand der von der Erwägung freien Betrachtung (nirvicara) führt zur inneren Abgeklärtheit. 48 Dort findet man Weisheit, die der ewigen Ordnung voll ist.
49 Diese Weisheit unterscheidet sich von der Intelligenz der Worte und Schlußfolgerungen, denn sie hat eine besondere Bedeutung.
50 Die aus dieser Weisheit entsprungenen (unterbewussten) Eindrücke verdrängen die anderen (unterbewussten) Eindrücke.
51 Wenn selbst diese (neuen unterbewussten Eindrücke) zur Ruhe kommen, kommt alles zur Ruhe, (und daraus entsteht) die "keimlose Versenkung" (nirbija samadhi).

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