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Yoga Sutras Die Yoga Sutras von Patanjali.  ( Seite 2 von 3 )

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Teil II Über die Übung: Sadhana Pada

A Der Yoga der Tat

1 Intensität des Seins, Selbst-Studium und Gotteserfahrung machen den Yoga der Tat aus.
2 Der Zweck (dieses Yoga) ist die Meditation und die Versenkung, und er setzt die Spannungen herab.

B Die Art der leidvollen Spannungen
3 Die fünf leidvollen Spannungen sind: Nicht-Erkennen, was ist, Ichverhaftung, Begierde, Haß und Selbsterhaltungstrieb.
4 Das Nichtwissen ist der Nährboden der anderen (vier Spannungen), ob sie schlummern, verringert, gespalten oder in voller Aktivität sind.
5 Nichtwissen (avidya) ist (die falsche Anschauung), die das Vergängliche für unvergänglich, das Reine für unrein, das Leidvolle für Freude und das Nicht-Selbst für das Selbst hält.
6 Ichverhaftung (asmita) ist (jene leidvolle Spannung, die) die Kraft des Sehens und die Kraft des Gesehenen fälschlich identifiziert.
7 Begierde (raga) ist (jene Spannung, die) dem Vergnügen anhängt.
8 Hass (dvesha) ist (jene Spannung), der das Leid folgt.
9 Selbsterhaltungstrieb (abhinivesha) ist der eingeborene Instinkt des Selbstgefühls, (der mit dem Körper verbunden ist) und von dem selbst die Wissenden nicht frei sind.

C Der Weg gegen die Strömumg — pratiprasava
10 Die leidvollen Spannungen sind mit Hilfe der Gegenströmung (pratiprasava, "Gegen-Schaffung") aufzugeben, da sie sehr subtil sind.
11 Die seelisch-geistigen Vorgänge, die von ihnen hervorgerufen werden, sind durch Meditation aufzulösen.
12 Die Ansammlung von Handlungsresten, deren Wurzel die leidvollen Spannungen sind, wird in den sichtbaren (gegenwärtigen) und unsichtbaren (vergangenen oder zukünftigen) Existenzen erfahren.
13 Wenn diese Wurzel (der leidvollen Spannungen) lebendig ist, sind ihre Ergebnisse die Geburt, die Lebensdauer und die Lebenserfahrungen.
14 Die Erfahrungen von Freude oder Bedrängnis sind die Früchte von Handlungen, die von guter oder böser Absicht motiviert sind.
15 Aufgrund der Leiden, die durch die Veränderung, die Bedrückung und die unterbewussten Eindrücke entstehen, und weil die Bewegungen der Kräfte der Natur sich gegenseitig stören, erkennen die unterscheidenden Weisen, dass alles Leid ist.
16 (Nur) das Leid, das noch zukünftig ist, kann vermieden werden.
17 Da die Verbindung des Sehenden mit dem Gesehenem die Ursache des Leides ist, kann es vermieden werden.

D Der Sehende und das Gesehene
18 Das "Gesehene" hat die Qualitäten des Lichts, der Aktivität und der Trägheit. Diese drei Eigenschaften manifestieren sich in den (anorganischen) Elementen und in den (Wesen mit) Sinnesorganen, und ihr Zweck besteht darin, daß sie zu Wohlergehen und Erlösung führen.
19 Die Formen der dreifachen Kräfte (gunas) sind entweder bestimmt oder unbestimmt, entweder mit oder ohne sichtbare Kennzeichen.
20 Der "Sehende" ist nichts anderes als die Energie der Schau. Obwohl er in sich völlig rein ist, sieht er durch die Erfahrung.
21 Das "Gesehene" existiert nur für den "Sehenden".
22 Für den, der das Ziel erreicht hat, löst (das Gesehene) sich auf, aber es existiert noch weiter für die anderen wegen der Gemeinsamkeit der Erfahrung.
23 Die Verbindung (des Sehenden mit dem Gesehenen) ist der Grund dafür, daß die Wesensidentität des Herrn und der Kräfte erkannt wird.
24 Die Ursache dieser Verbindung ist das Nichtwissen.
25 Wenn das Nichtwissen aufhört, hört auch die Verbindung auf. Das Aufgeben beider führt zur absoluten Freiheit des Sehers.

E Die achtblättrige Blüte des Yoga
26 Die Schau der unterscheidenden Erkenntnis, die nicht mehr in die Irre geht, ist der Weg, (das Nichtwissen) aufzugeben.
27 Die Weisheit, die aus dieser (unterscheidenden Erkenntnis) entspringt, erstreckt sich auf sieben Stufen (des achtgliedrigen Yoga).
28 Wenn die Unreinheit geschwunden ist durch die Ausübung der (acht) Yoga-Glieder, leuchtet die Erkenntnis auf bis hin zur Schau der Unterscheidung.
29 Äußere und innere Disziplin (yama und niyama), Körperhaltung, Atemregelung, Zurückhalten der Sinne (von den Objekten), Konzentration, Meditation und Versenkung sind die acht Aspekte des Yoga.
30 Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nicht-Stehlen, reiner Lebenswandel und Nicht-Besitzergreifen sind die (Regeln der) äußeren Disziplin (yama).
31 Diese Regeln umfassen das große Gelübde, das alle Bereiche des Lebens durchdringt und unabhängig ist von den Begrenzungen durch Geburt, Ort, Zeit und Umstände.
32 Reinheit, innere Ruhe, Askese, eigenes Studium und Hingabe an Gott sind die inneren Disziplinen (niyama).
33 Bei einer Behinderung durch störende Gedanken soll man über das Gegenteil meditieren.
34 Störende Gedanken sind Gewaltsamkeit usw. (d. h. Lüge, Stehlen, Zügellosigkeit und Besitzgier). Sie entstehen aus getanen, veranlassten oder gebilligten Handlungen, die von Gier, Zorn oder Verwirrung motiviert sind und die in schwachem, mittlerem oder hohem Grad auftreten. Ihr Ergebnis ist endloses Leid und Nichtwissen. (Das Bewußtsein von diesem Vorgang) ist Meditation über das Gegenteil.
35 Wenn man in der Gewaltlosigkeit fest gegründet ist, (schafft man eine Atmosphäre des Friedens, und) alle, die in die Nähe kommen, geben die Feindschaft auf.
36 Wenn man in der Wahrhaftigkeit fest gegründet ist, schafft man eine Grundlage für die Reifung der Taten.
37 Wenn man im Nicht-Stehlen fest gegründet ist, kommen einem alle Schätze von selbst zu.
38 Wenn man im reinen Lebenswandel fest gegründet ist, erlangt man große Kraft.
39 Wenn man im Nicht-Besitzergreifen fest gegründet ist, erkennt man das Wesen des Lebens.
40 Aus der Übung der Reinheit entsteht eine Abneigung gegen den eigenen Körper und gegen die Berührung mit anderen Körpern.
41 Sie führt auch zu innerer Reinheit, Güte, Konzentration, Beherrschung der Sinne und macht einen fähig zur Schau des eigenen Selbst.
42 Aufgrund der inneren Ruhe erlangt man unübertreffliche Freude.
43 Die Askese führt zur Beherrschung von Körper und Sinnen, weil die Unreinheiten beseitigt werden.
44 Durch Selbst-Studium entsteht eine Verbindung mit der erwählten Gottheit (ishtadevata).
45 Durch Hingabe an Gott erlangt man die vollkommene Versenkung (samadhi).
46 Die Sitzhaltung soll fest und angenehm sein.
47 Diese Sitzhaltung soll man in völliger Entspannung und in einem Zustand der Betrachtung des Unendlichen einnehmen.
48 Daraus ergibt sich eine Unempfindlichkeit den Gegensatzpaaren (wie Hitze und Kälte usw.) gegenüber.
49 Wenn man darin feststeht, folgt die Atemregelung, die ein Innehalten im Rhythmus von Ein- und Ausatmen ist.
50 (Die Atemregelung) besteht aus den Vorgängen des Ausatmens, Einatmens und Anhaltens, und sie ist lang oder subtil, wenn Ort, Dauer und Zählung beobachtet werden.
51 Die vierte Form (der Atemregelung) übersteigt die äußeren und inneren Gegenstände.
52 Dadurch wird der Schleier, der die innere Erleuchtung bedeckt, entfernt.
53 Es entsteht eine Fähigkeit zur Konzentration des Denkens.
54 Wenn die Sinne sich von ihren Objekten zurückziehen und sozusagen in das Eigenwesen des Geistes eingehen, so heißt dieser Zustand das "Zurückhalten der Sinne" (pratyahara).
55 Daraus entsteht eine vollkommene Beherrschung der Sinne.

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