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Urklang & Yoga Die Kosmologie des Heilens mit dem Ton ( - 1 von 2 -  )

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(Auszug aus einem Artikel von Muz Murray im deutschen Yoga-Forum des BDY)

1. Wavicle: Teil und Welle
2. Eine Art subatomare Musik
3. Der Nachhall der Ereignisse
4. Urknall oder großes Echo?
5. Der Grundton OM
6. Klangbeispiel: cis 8704 Hz
7. Mantra: die Wissenschaft vom Klang
8. Eine Beispielfrequenz zur OM Intonation

9. Tinnitus?

"The world is of the stuff that dreams are made on." – William Shakespeare (Die Welt ist aus dem Stoff, aus dem die Träume sind).

Shakespeares Feststellung gibt wieder, was schon die Mystiker und Yogis der Antike wussten und die Wissenschaftler unserer Zeit erkannt haben. Ist die Welt von greifbarer Realität? Wenn nicht, welcher Natur ist sie? Wissenschaftler, die sich mit der Quantentheorie beschäftigen, scheinen zu dem Schluss gekommen zu sein, dass Materie keine tatsächliche Substanz besitzt, dass sie ihrer Natur nach eher eine Art mathematisch präziser Himmelsmusik darstellt. Wenn dem so ist, dann leben nicht etwa die Mystiker, die schon immer dieser Meinung waren, sondern diejenigen, die an eine materielle Realität glauben, in einer Welt der Illusion.

Durch die Entdeckungen der Quantenphysik ist selbst dem materialistischsten Wissenschaftler klar geworden, dass Materie an sich tatsächlich nicht existiert. Was wir als feste Materie ansehen, ist eigentlich eine Masse Interagierender Schwingungen mit unendlich feinen Frequenzen. Früher hielt man das Atom für die kleinste Einheit der Materie überhaupt. Heute wissen wir, dass ein Atom aus noch kleineren Teilchen besteht, nämlich aus Elektronen, Protonen und Neutronen. Dies hielt man für das letzte Wort. Aber die Quantentheoretiker drangen noch weiter vor als es mit dem Elektronenmikroskop möglich ist, um immer kleinere Teilchen zu entdecken, wie Hadronen, Quarks, Neutrinos und andere, bis sie eine Ebene erreichten, auf der die winzigsten Kraftfelder sich im Nichts auflösen. Diese Energien manifestieren sich offenbar manchmal als Wellen und dann wieder als Schwingungs- Erscheinungen, die Elementarteilchen genannt werden.

Wavicle: Teil und Welle

Da auf die Existenz der winzigsten "Nichtteilchen" nur mit Hilfe der Wellenformen geschlossen werden kann, die sie erzeugen, macht man sich in Wissenschaftlerkreisen einen Insiderscherz daraus, sie als "wavicles" (englische Wortschöpfung aus "waves" – Wellen – und "particles" – Teilchen; Anmerkung der Übersetzerin) zu bezeichnen, denn es sieht so aus, als seien sie weder das eine noch das andere. Man könnte sie eher Ereignisse nennen, die aus der geheimnisvollen Leere des Kosmos heraus stattfinden. Da sie sich mit unvorstellbar großer Geschwindigkeit manifestieren und wieder verschwinden, bleibt den Wissenschaftlern nichts anderes übrig, als jenseits dieser Teilchen eine weitere unbekannte Kraft zu postulieren, die als Ursache für ihr Verhalten angenommen wird.


Dies ist genau der Punkt, wo Wissenschaft nicht mehr greift. Wir betreten das Reich der Metaphysik. Weise zahlreicher Traditionen haben schon seit Tausenden von Jahren darauf hingewiesen, dass die Welt, wie wir sie wahrnehmen, eine Illusion ist. Sie ist, so wird uns versichert, ein Trugbild, geschaffen von Teilchen, die sich so schnell manifestieren und wieder verschwinden, dass der Eindruck von etwas wirklich Vorhandenem entsteht. Etwas ähnliches findet statt, wenn Bilder auf dem Schirm unseres Fernsehapparates erscheinen. Die Wellen, welche die Elemente transportieren, aus denen die Bilder bestehen, befinden sich überall in der Atmosphäre. Mit Hilfe einer Antenne, einer Kathodenstrahlröhre und eines Bildschirms können die "wavicles", die die Bilder befördern, sich selbst in eine schwingende Masse von Teilchen zurückversetzen, die wir als Bilder wahrnehmen. Das Fernsehbild stellt jedoch nur etwas dar. Dieses Etwas ist keineswegs tatsächlich vorhanden. Daher ist das, was wir da sehen, weder real noch irreal. Real ist es nur, wenn wir es als Bild erkennen und nicht etwa als Substanz betrachten. Genau dies gilt auch für unseren Eindruck von der Welt.

Eine Art subatomare Musik

Was wir als manifestiertes Universum erfahren, wird heute als ungeheures Netzwerk harmonischer Schwingungen verstanden, als eine Art subatomarer Musik, die allen Formen und Kräften der Natur zugrunde liegen. Die jüngste kosmologische Theorie, unter dem Begriff "Superstrings" ("Supersaiten") bekannt, vergleicht das Universum ja auch mit einem riesigen Saiteninstrument. Astrophysiker haben herausgefunden, dass die elementarsten beobachtbaren Teilchen des Universums winzige Schnipsel subatomarer Teilchenfäden sind. Ihre Länge beträgt Hundertmilliardenmahl weniger als die eines Atomkerns. Diese Teilchenfäden schwingen auf vorbestimmte Weise. Sie interagieren miteinander und bringen die Eigenschaften dessen hervor, was sich unseren Sinnen als Partikel der Materie darstellt, das heißt dessen, was wir wahrnehmen können. Genau so wie Radiowellen sich auf dem Fernsehbildschirm zusammenfügen und für unsere Augen sichtbare Bilder wiedergeben.

Aber die kleinsten aller Teilchen – man kann sie noch nicht einmal als Teilchen bezeichnen, denn es handelt sich um elektromagnetische Felder – haben als isolierte Einheiten keine Bedeutung.

Sie lassen sich nur als "Beziehungen" verstehen, als Verbindungen zu Dingen oder anderen Energiefeldern. Diese Dinge oder "Ereignisse" sind ihrerseits wieder Verbindungen zu anderen Dingen und so fort, unaufhörlich, soweit wir denken können.

Die Quantenphysiker haben uns also die fundamentale Einheit des Universums offenbart. Dadurch ist endlich Einklang entstanden zwischen der modernen Naturwissenschaft und dem Wissen der alten indischen Metaphysik, die genau diese Situation schon vor Tausenden von Jahren beschrieben hat.

Im Yoga heißt diese Auffassung des Universums "Tantra", das Netz der Schöpfung.

Der Nachhall der Ereignisse

In einem Spinnennetz sendet die leichteste Berührung, z.B. die einer Stechmücke mit einem beliebigen Teil des Netzes, Signale über die Fäden an die Spinne. So sind auch wir, was auch immer im Netz der Schöpfung geschieht, alle vom Nachhall der Ereignisse auf die eine oder andere Weise betroffen. Dies bedeutet, dass Kommunikation unmittelbar stattfindet, und zwar im gesamten Universum. Sie läuft über ein Medium, das der Naturwissenschaft noch nicht bekannt ist, und findet unabhängig davon statt, ob unsere Empfangsmechanismen fein genug sind, um sie wahrzunehmen.

Francis Thompson, ein Mystiker unter den Dichtern, spielt in seinem häufig zitierten Gedicht darauf an, wenn er sagt: "Man kann keine Blume stören, ohne einen Stern zu beunruhigen."

Wenn es im gesamten Kosmos überhaupt ein Medium gibt, das alles miteinander verbindet – der Yoga und die Naturwissenschaft behaupten gleichermaßen seine Existenz – dann haben wir hier die Bestätigung unseres unmittelbaren Einsseins mit dem, was das Universum erhält, und einen Einblick in die Bedeutung des Wortes OM-nipräsenz. OM-nipräsenz, OM-nipotenz, OM-niscience (engl.: Allwissen), all dies sind in den Augen der Christen Eigenschaften Gottes. Alle drei Begriffe beginnen mit der Urmantra-Silbe OM, dem heiligen Laut der hinduistischen Mystik. Und das ist kein Zufall. Es ist der Laut, der als das schöpferische Prinzip angesehen wird, welches dem Universum zugrunde liegt und die Eigenschaften Omnipräsenz, Omnipotenz und "Omniscience" besitzt.

Auch hier stimmen Wissenschaft und Religion überein. In der "Religion" Wissenschaft bezeichnen die Astrophysiker den Beginn des Universums als Urknall, einen ungeheuren Laut, der die Existenz des Kosmos hervorgerufen haben soll. Hinduistische Kosmologen alter Zeiten haben ihn Shabd Brahman genannt, das große Echo, Gott als Ton oder Wort.

Alle spirituellen Kulturen unseres Planeten bestehen darauf, dass das Universum aus dem Ton hervorgegangen ist. Das gilt für die australischen Aborigines genauso wie für lndianer, Südamerikaner, Perser, Hindus, Japaner oder Tibeter. Jetzt kommen endlich auch die modernen Wissenschaftler zu dem Schluss, dass der Ton die fundamentale Kraft ist, welche den Erscheinungen des schwingenden Kosmos zugrunde liegt. Nichts schwingt ohne Ton. Weder ein Atomteilchen noch eine "wavicle" könnte sich ohne Schwingung bewegen. Deshalb muss es einen Ton geben, der die Ursache für alles ist, was überhaupt existiert, gleichgültig, ob er hörbar ist oder nicht.

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