FMY e.V. fördert Yoga im Raum Moenchengladbach
Bildmotiv zum Thema Indien und Yoga!
E-Mail an FMY e.V. Beispielstunden Anmeldung zum Ueben Uebunbsarchiv-Asana Yoga-Fotos-Filme-Texte Shop für Yoga-Artikel Gastbuch Seiten empfehlen Abwaerts
Urklang & Yoga Textauszug aus der Hatha Yoga Pradipika IV,85 – 113   ( - 1 von 2 - )

Zurück ◄

Yoga heute
Chakras & Energie
Hand - Mudras
Hatha Yoga
Yoga Pradipika
Urklang & Yoga
Tinnitus
Meditation
Mantra
Katha Upanishad
Bhagavad Gita
Yoga Sutras
Astanga Yoga
Advaita Vedanta
Gedichte

 

Die hier ausgewählten Textstellen sind wegen ihrer Bezüge zu NADA ausgewählt !

,

IV/64 Nun will ich das Verfahren von anahata nada, wie es von Goraksa Natha vorgeschlagen wird, beschreiben. Es ist für jene zum Nutzen, die unfähig sind, die Prinzipien der Erkenntnis zu verstehen. Dieses Verfahren eignet sich auch für Unerfahrene.

IV/65 Adinatha schlug ................? verschiedene Verfahren von Trance (auch Versenkung) vor, die alle noch vorhanden sind. Von diesen ist meines Erachtens das Hören des anahata nada das Einzige und Führende.

IV/66 Im Mukta Asana sitzend und die Sambhavi mudra ausführend soll der Yogi mit gesammeltem Geist auf den Ton im Inneren seines rechten Ohres hören.

IV/67 Die Ohren, die Augen, die Nase und der Mund sollen dabei geschlossen sein. Dann hört man den reinen Ton im Gang der von allen ihren Unreinheiten gesäuberten Susumna.

IV/68 In allen Yogaformen gibt es 4 Zustände:
arambha = Vorbereitung
Gatha = Zustand eines Kruges ( Aufnahmebereitschaft)
Parichaya = Wissen, Kenntnis
nispathi = Zustandekommen, Vollendung

Arambha Avastha

IV/69 Wenn der Knoten Brahmas im Herzen mit Hilfe des Pranayama durchstoßen ist, dann wird im leeren Raum des Herzens ein Glücksgefühl erfahren und das Herz tönt im Körper wie verschiedene Kirchenglöckchen.

IV/70 In Arambha wird der Körper eines Yogis göttlich, leuchtend (die Haut rötet sich), gesund und strömt einen herrlichen Duft aus. Sein ganzes Inneres wird frei.

Gatha Avastha

IV/71 Im zweiten Wirkungsbereich vereinigen sich die Strömungen zu einem Strom und beginnen sich in den mittleren Kanal zu bewegen. Die Haltung des Yogis wird fest und er erlangt göttliche Weisheit.

IV/72 Auf diese Weise wird der Knoten Visnus im Halsraum durchstoßen. Der Yogi erhält erste Hinweise auf die nun bald zu erfahrenden höchsten Freuden und im Halsraum entwickelt sich der Bheri-Ton, der sich wie das Schlagen einer Kesselpauke anhört.

Parichaya Avastha

IV/73 Im dritten Wirkungsbereich wird er Ton einer Trommel im Sunya (Nadi), zwischen den Augenbrauen, erkennbar. Dann bewegt sich die Strömung in Richtung Mahasunya, der Quelle aller Kräfte.

IV/74 Sind schließlich alle Schwierigkeiten überwunden, dann - in diesem Falle - zeigen sich unmittelbar die Freuden des Geistes als Verzückung, welche völlig ohne Sünde, Qual, Alter, Krankheit, Hunger und Schlaf ist.

IV/75 Wenn der Knoten Rudra´s durchstoßen ist und die Strömungen den Platz Gottes (Raum zwischen den Augenbrauen) erreichen, dann wird der vollständige Ton - wie der einer Flöte - erzeugt.

IV/76 Die Einheit von Geist und Seele wird Raja-Yoga genannt. Der (echte) Yogi wird zum Schöpfer und Zerstörer der Welt, genau wie Gott.

IV/77 Unaufhörliche Freude wird dadurch erreicht. Mir liegt (aber auch) nichts daran, wenn die Seligkeit (mukti) nicht erreicht wird (absichtsloses Üben!!). Diese Freude, die vom (absichtslosen!) Versunkensein (in Brahma) herrührt, wird durch Raja-Yoga erlangt.

IV/78 Jene, welche vom Raja-Yoga nichts wissen und nur Hatha-Yoga üben, vergeuden nach meiner Ansicht ihre Tatkraft vergeblich.

IV/79 Die sinnende Betrachtung des Raumes zwischen den Augenbrauen ist nach meiner festen Überzeugung das Beste um den Umani-Zustand (Samadhi) rasch zu erreichen. für Menschen mit einfachem Verstand ist es eine sehr einfache Methode um Vollkommenheit im Raja-Yoga zu erlangen.

IV/80 Die Freude in den Herzen der Yogiswaras, welche durch Richten ihrer Aufmerksamkeit auf Nada bis zum Samadhi kamen, ist unbeschreiblich und nur Sri Guru Natha alleine bekannt.

IV/81 Auf den Ton, welchen ein muni (Muni - Weiser, Verzückter, Seher, Asket) durch Verschließen seiner Ohren mit seinen Fingern hört, soll aufmerksam gelauscht werden, bis der Geist in ihm beständig wird (in ihm aufgeht).

IV/82 Durch das Üben mit diesem Nada werden all die anderen, von außen kommenden Geräusche, abgehalten. Der Yogi überwindet alle Ablenkungen und wird innerhalb 15 Tagen glücklich.

IV/83 Am Anfang werden die Töne in großer Vielfalt und sehr laut gehört. Aber, mit fortschreitender Übung werden sie dann immer zarter.

IV/84 In der ersten Phase sind die Töne auf- und abschwellend, donnernd wie eine geschlagene Kesselpauke und klirrend zugleich. In der mittleren Phase klingen sie wie die Töne einer angeblasenen Seemuschel, einer kleinen Trommel (mrdanga), eines Glöckchens usw.

IV/85 In der letzten Phase ähneln die Töne solchen von Klingeln, Flöten, Vina, Bienen usw. Diese verschiedenen Töne werden gehört, als seien sie im Körper erzeugt.

IV/86 Hat man das Gefühl, dass man laute Töne wie jene des Donners, der Kesselpauke etc. hört, dann soll man mit den zarten Tönen ebenfalls üben. (üben bis man die zarten Töne hören kann).

IV/87 Verlasse die lauten und konzentriere dich auf die zarten Töne. Dann verlasse die zarten Töne und konzentriere dich auf die lauten Töne. Durch dieses Üben in dieser Form wird der (dadurch) verwirrte Geist nicht mehr anderswohin abschweifen.

IV/88 Woran der Geist auch immer als Erstes gefesselt sein mag, dort wird er ruhig und es wird von ihm aufgenommen.

IV/89 Genau wie eine den süßen Saft trinkende Biene nicht auf den Duft der Blume achtet, so verlangt auch der vom Nada gefesselte Geist nicht nach Dingen des Genusses.

IV/90 Genau wie ein Elefant gezähmt werden kann, der daran gewöhnt ist, aus Freude im Garten herumzuwandern , so kann man auch den Geist durch den Stachelstock des Anahata nada überwachen.

IV/91 Der Geist, hingerissen in die Falle des Nada, gibt alle seine Tätigkeiten auf und Wird sofort unbeweglich, wie ein Vogel mit gestutzten Flügeln.

IV/92 Jene, die den Wunsch haben, das Reich des Yoga zu betreten, sollen die Übungen beginnen und mit gesammelten Geist und sorgenfrei (angstfrei) auf Anahata nada hören.

IV/93 Nada ist die Falle zum Einfangen des Geistes. Wenn er wie ein Hirsch gefangen ist, kann er genauso wirkungslos gemacht werden wie dieser.

IV/94 Nada ist der Türriegel der Pferdestalltür (die Gedanken der Yogis). Ein Yogi soll beschließen, sich beständig im Hören auf die nada Töne zu üben.

IV/95 Der Geist gewinnt die Eigenschaft von ausgetrockneten Quecksilber (bewegungslos). Er ist ausgetrocknet, wenn er seiner Unbeständigkeit beraubt ist. Gemeinsam mit dem Schwefel des Nada durchstreift er dann den Akasa- oder Brahma-Raum.

Weiter

 

 
Design powered and sponsored by: Pixeltempel - Multimedia & Webdesign Login FMY e.V. Intern Haftungsausschluss Impressum nach TDG Interne Suche Linkliste Literatur Wollen Sie unsere Website zu Ihrer Browser Startseite machen? Moechten Sie diese Seite Ihren Favoriten hinzufügen? Aufwaerts