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Urklang & Yoga Textauszug aus der Hatha Yoga Pradipika IV,85 – 113   ( - 2 von 2 - )

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IV/96 Der Geist ist wie eine Giftschlange. Lässt du aber alle seine Unbeständigkeit außer acht indem du auf nada hörst, schweift er nicht mehr irgendwo hin ab.

IV/97 Das Feuer ergreift das Feuerholz und verlöscht zusammen mit ihm (nachdem es das Holz verbrannt hat). Genauso geht es dem mit nada arbeitenden Geist - er verbindet sich mit nada.

IV/98 Der Geist (antahkarana = wörtl.: Innenorgan) wird wie ein Hirsch gefesselt und bewegungsunfähig wenn er auf den Ton von Glocken usw. hört. Dann ist es für einen erfahrenen Bogenschützen sehr einfach, ihn unwirksam zu machen.

IV/99 Die Erkenntnis ist völlig durchdrungen vom hörbaren anahata-Ton. Der Geist ist völlig von der Erkenntnis durchdrungen. Dort, wo der Platz des alles durchdringenden, allmächtigen Gottes ist, wird der Geist gefesselt.

IV/100 Solange die Töne anhalten, ist eine Ahnung akasa vorhanden. Wenn sie entschwinden, nennt man den Zustand Para Brahma oder Paraatmana.

IV/101 Was man auch immer in diesem Zustand der Nada-Meditation hören mag, es ist immer die Kraft der sakti. Parameswara ist das, welches formlos ist, es ist der Endzustand der Tatwas.

IV/102 Alle die Verfahrensweisen des Hatha-Yoga sind dazu bestimmt, im Raja-Yoga Erfolg zu erringen. Denn der Mensch, der im Raja-Yoga gut verankert ist, wird der Herr über den Tod.

IV/103 Tatwa ist der Samen, Hatha-Yoga das Feld und Gleichgültigkeit (vairagya = Gleichgültigkeit, Abneigung gegen) das Wasser. Das Zusammenwirken dieser drei führt dazu, dass die sich sonst langsam fortbewegende Unmani jetzt gut und schnell gedeiht.

IV/104 Durch das immerwährende Üben mit Nada werden die ganzen angehäuften Sünden unwirksam. Der Geist und die Strömungen (Prana) werden bestimmt im "Farblosen" (Paramatmana) gebunden.

IV/105 Solch einer hört nicht den Lärm der (angeblasenen) Muschel und der Pauke (dundubhi). Wer im Unmani avastha ist, dessen Körper wird wie ein Stück Holz.

IV/106 Da gibt es keinen Zweifel, solch ein Yogi wird von allem Pomp und Kummer befreit. Übrig bleibt eine absolute Stille

IV/107 Er ist nicht erfüllt von Todesangst und ist durch seine Handlungen nicht mehr gebunden. Der Yogi, der sich mit Samadhi beschäftigt, wird durch nichts und niemand überwältigt.

IV/108 Der Yogi, der sich mit Samadhi beschäftigt, richt, schmeckt, sieht, fühlt, hört nichts und ist sich seiner Selbst nicht bewusst.

IV/109 Der Yogi ist befreit, dessen Geist weder schläft noch wacht, der sich nicht mehr wehmütig an die Vergangenheit erinnert, der Verluste hinnimmt und der keine Angst mehr vor der Zukunft hat.

IV/110 Er fühlt weder Hitze noch Kälte, noch Schmerz, Vergnügen, Achtung oder Nichtachtung. Solch ein Yogi ist in Samadhi vertieft.

IV/111 Ein im Samadhi vertiefter erscheint wie ein schlafender und ist ohne Ein- und Ausatmung. Er ist wirklich frei.

IV/112 Der Yogi , der den Samadhi- Zustand erreicht hat, kann durch kein Mittel mehr getötet werden und hat die Naturkräfte überwunden. Er ist unerreichbar für Wiedergeburt und Karma.

IV/113 Solange das Prana nicht in den mittleren Kanal einströmt und dort zirkuliert, solange das vindu (Gefundene, Erlangte, Erreichte, Erkannte) nicht durch die Kontrolle der Prana- Bewegung beständig wird, solange der Geist nicht das Wesen Brahmas annimmt und solange die Meditation nicht anstrengungslos geübt wird -- solange ist all das Reden von Erkenntnis und Weisheit bloß unsinniges Geplapper eines törichten Menschen.


Hier endet die Hatha Yoga Pradipika

Diese subjektive Wahrnehmung des Klangs ist inzwischen sogar wissenschaftlich erforscht worden.

Itzhak Bentov erklärt dazu in seinem Artikel »Die Mikrobewegungen des Körpers als ein Faktor in der Entwicklung des Nervensystems«’, dass es in tiefer Meditation unter anderen zu stehenden Schallwellen in den Hirnkammern kommt. "Die Schwingungen, die durch die stehenden Wellen in den Hirnkammern in der Hirnsubstanz erzeugt werden, werden zum Mittelohr geleitet und in einen Ton umgewandelt.

Dies ist der Ton, der von Meditierenden als »innerer Ton« wahrgenommen wird." Doch zurück zu unserem Quellentext. Dort heißt es etwas später: "Hört man den Widerhall des Lauts, so versenke man das Denken in das Wesen dieses Tons. Durch dessen reine Erkenntnis löst sich das Denken in ihm auf.

Das ist Vischnu's höchster Ort. Solange man den Ton noch hört, gibt es noch irdische Bande: Erst in der Lautlosigkeit verbinden sich atman und brahman. Der Widerhall ist die Shakti; das, in dem sich alles auflöst, dieses formlos ewig Seiende, das ist der allerhöchste Herr. Damit endet die Nada-Lehre" (HYP IV,100 – 102).

Auszug aus dem Buch:

Handbuch für Übende und Lehrende, herausgegeben vom Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland, zu bestellen bei Via Nova Verlag, Neißerstr. 9, 36100 Petersberg oder im Buchhandel. Das gebundene Buch mit knapp 400 Seiten, an dem über 30 Autorinnen und Autoren mitgewirkt haben und das alle relevanten Gebiete des Yoga fachkundig behandelt, ist in der 2. überarbeiteten Auflage erschienen und kostet zur Zeit ??

Ende

 

 
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