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Traditionelle Beschreibungen

Nada in verschiedenen Bewusstseinschichten

Die Klänge, die gehört werden, sind wirklich. Sie sind Symbole für den Inhalt des Geistes und des Bewusstseins. Der Geist ruht bei diesen Symbolen und geht mit ihrer Hilfe schnell in einen feineren Zustand. Die Klänge sind Erfahrungen aus tieferen Bewusstseinsschichten, sie sind keine Einbildung. Sie können als Schwingungen von verschiedenen Bereichen der Existenz verstanden werden. In den verschiedenen Dimensionen sind verschiedene Klänge zu hören. Zunächst sind es physische Klänge, und wenn das Bewusstsein feiner wird und die physische Ebene transzendiert, kommt es in Berührung mit den feinen Klängen, die durch Bewegung von Prana, der Vital-Energie im physischen Körper, entstehen.

Der gesamte menschliche Bewusstseinsbereich kann in drei oder auch in fünf weitere Bereiche unterteilt werden. Den bewussten Bereich bilden Annamaya und Pranamaya Kosha, zwei "Körper", die jeweils aus der physischen Materie, der Dimension der "Nahrung" bestehen sowie aus Prana, der Dimension der Energie.

Manomaya und Vigyanamaya Kosha bilden den Bereich der Persönlichkeit, sie bestehen hauptsächlich aus mentalem und astralem Material - der Dimension des bewussten Geistes und der Träume. Manomaya und Vigyanamaya Kosha bilden den Bereich der Persönlichkeit, sie bestehen hauptsächlich aus mentalem und astralem Material - der Dimension des bewussten Geistes und der Träume.

Der dritte Bereich des Bewusstseins ist Ananda Maya Kosha, ein "Körper", eine Dimension voll von Glückseligkeit.

Bei der Ausführung von Nada Yoga treten die Klänge entsprechend der Verbindung hervor, die zwischen dem Geist und den anderen Bereichen des Bewusstseins besteht. Das Bewusstsein kann z.B. beim Körper weilen, und wenn man die Augen schließt, so hört man die Geräusche oder Vibrationen, die vom Herzen kommen, von den Lungen, dem Gehirn, dem Kreislauf und den verschiedenen Stoffwechselprozessen, die im Körper vor sich gehen.

Wenn das Bewusstsein im Prana Maya Kosha, der psychischen Energie, weilt und sie durchdrungen hat, dann wird man den Nada einer Flöte zusammen mit vielen anderen Klängen hören.

Wenn der Geist tief in Ananda Maya Kosha gelangt ist, dann werden die anderen Klänge verschwinden und stattdessen wird das Ergebnis von Nada Yoga zurückbleiben.

Es ist schwer zu sagen, welcher Nada zu welchem bestimmten Bereich gehört. In Indien beschreibt man dies in Form von symbolischen Geschichten.

Das individuelle Bewusstsein, das immer weiter nach oben steigt und die transzendenten Töne entdeckt, wird in der indischen Mythologie durch Rishi Narada symbolisiert. Ohne die historische Existenz von Rishi Narada zu verneinen, muss man jedoch die esoterische Bedeutung des Wortes "Narada" verstehen. Von Narada wird angenommen, er sei ein Rishi, der eine Veena (ein Musikinstrument) in seinen Händen hält. Den traditionellen Schulen des Nada Yoga zufolge ist der innere Klang einer Murli (Flöte) oder einer Veena der Bewusstseinssphäre zugehörig, wo Dwait Bhava oder die Dualität des Bewusstseins aufhört zu existieren.
 


Nada Yoga in der Bhagavata

Nada Yoga wird in dem großen Buch der Inder, dem "Bhagavata", illustriert (Bhagavata ist nicht derselbe Name wie Bhagavad Gita). Eine symbolische oder allegorische Geschichte wird in Form von Krishnas Geschichte erzählt. Bhagavata berichtet:

"Krishna verließ seinen Platz um Mitternacht und ging in den Dschungel. Das Licht des Vollmondes schien im ersten Wintermonat. Er begann auf der Flöte zu spielen. Der Widerhall der Flöte breitete sich in der stillen und ungestörten Atmosphäre aus. Die Musik erhob sich aus dem Dschungel und wurde von den Gopis gehört [Bauernmädchen, Töchter der Kuhhirten]. Und als sie den Klang der Flöte hörten, verließen sie augenblicklich ihre Häuser und ihre Männer und vergaßen alles andere. Sie liefen ohne Zögern zu der Stelle, von wo der Nada der Flöte strömte. Sie begannen, um den Flötenspieler herumzutanzen. Nach einer Weile entdeckten sie, dass sie, jede für sich, mit Krishna selbst tanzten."

Die Geschichte wirkt phantastisch, und das, was dahinter steckt, wird eigentlich nur von Yogis verstanden. Die Nada Yogis betrachten Krishna als eine höhere Bewusstseinstufe, wo der Nada der höheren Stufe im tiefsten Zustand von Nada Sadhana strömt. Wenn die Töne der Flöte entstehen, verlassen die Sinne ihre jeweiligen Objekte der Vergnügung und des Erlebens - sie ziehen sich dorthin zurück, von wo der Klang der Flöte oder der Nada hervorströmt. Dort tanzen die Sinne um Nada herum. Auf dieser Stufe lassen die Sinne ihre Verbindung mit den äußeren Objekten völlig los, und der Yogi wird sagen: "Dharana (die Fähigkeit im Inneren zu sehen und zu erleben) hat stattgefunden und Dhyana (die Meditation) hat zu dämmern begonnen".

Das Wort Krishna bedeutet auf Sanskrit, "das, was zieht" oder "was anzieht". Es wird abgeleitet von der Wurzel Karshan. Somit bedeutet Krishna: derjenige, der zieht, derjenige der zurückzieht oder derjenige, der anzieht. Es bedeutet auch Gutsbesitzer. Und das Wort Gopi bedeutet gewöhnlich: Tochter einer Kuhhirtenfamilie. Auf Sanskrit bedeutet Go: Sinne, Kuh, arm, der Demütige und das ganze sichtbare Universum. Symbolisch bedeutet Gopi: Sinne.

Wer sind also die Männer, die mit diesen Sinnen, diesen Gopis, verheiratet sind? Man kann sagen, dass die Männer der Augen die Formen und die Männer der Ohren die Klänge sind.

Wenn die Musik der Flöte zu hören ist, zieht sich der Hörsinn vom äußeren, hörbaren Klang zurück und vermischt sich mit dem inneren Nada. Dieser Prozess ist Pratyahara.

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